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DIE AKTUELLE ZEIT bei LC Labs, Woburn, MA, USA ist: |
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[Mallotoxin]
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Aus den unten aufgeführten Gründen |
M.W. 516.54
C30H28O8
[82-08-6]
RTECS: AM6913800M.I. 12: 8429
M.I. 14: 8272
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ROTTLERIN WURDE ALS SPEZIFISCHER INHIBITOR FÜR PKCδ BESCHRIEBEN, DIES SCHEINT JEDOCH AUS DEN FOLGENDEN GRÜNDEN FALSCH ZU SEIN: |
Eine exzellente und sorgfätige Zusammenfassung der vielfältigen und verwechselbaren biologischen Wirkungen von Rottlerin ist jetzt erhältlich: Soltoff, Stephen P. "Rottlerin: an inappropriate and ineffective inhibitor of PKCδ." Trends Pharm. Sci. 28: 453-458 (2007). Dieser Review zeigt, dass es leider wahrscheinlich hunderte veröffentlichte Artikel gibt, die falsche Schlussfolgerungen über die Funktion von PKCδ enthalten, die auf dem Gebrauch von Rottlerin basieren.
Ursprünglich wurde berichtet, dass Rottlerin PKCδ (IC50 = 3-6 µM) 5- bis 10-fach stärker inhibiert als PKCα oder PKCβ und 13- bis 33-fach stärker als PKCε, ζ oder η. Es inhibierte auch CAM-Kinase III bei 3-6 µM, war inaktiv gegenüber SRC-Kinase und war ein schwacher Inhibitor für PKA und Caseinkinase II. Biochem. Biophys. Res. Comm. 199: 93-98 (1994).
Diese Unterschiede in der Wirksamkeit von 5- bis 13-fach sind, pharmakologisch gesehen, bestenfalls bescheiden und würden in der Praxis einen sehr sorgfältigen Umgang mit den Konzentrationen verlangen, um aussagekräftige Unterscheidungen zwischen den PKC-Isotypen zu erreichen.
Es sind seitdem noch sehr viel ernstere Probleme mit Rottlerin aufgetaucht. In einer ausführlichen Untersuchung von Proteinkinasen und Inhibitoren zeigte Rottlerin überhaupt keine PKC-inhibitorische Aktivität gegen die α und δ PKC-Isotypen, sogar bei 20 µM und sehr niedrigen ATP-Konzentrationen und unter einer Vielzahl von Bedingungen. Es war jedoch ein wirksamer Inhibitor für die MAPK-aktivierte Proteinkinase 2, die p38-regulierte/aktivierte Kinase, Proteinkinase A und Glykogensynthasekinase 3-beta. Biochem. J. 351: 95-105 (2000). Rottlerin scheint also als PKCδ-selektives Hilfsmittel überhaupt nicht brauchbar zu sein.
Außerdem wurde nachgewiesen, dass Rottlerin als Entkoppler der mitochondrialen oxidativen Phosphorylierung wirkt. J. Biol. Chem. 276: 37986-37992 (2001) und Endrocrinology 143: 3884-3896 (2002). Diese Wirkung führt zu zusätzlichen, unspezifischen und verwechselbaren Aktivitäten von Rottlerin: Cancer Res. 63: 5118-5125 (2003).
LC Labs hat die Reinheit des Rottlerins von derselben Quelle, die in dem oben genannten BBRC-Artikel verwendet wurde, getestet und beachtliche Verunreinigungen gefunden. Unser hoch gereinigtes Produkt ist frei von diesen Verunreinigungen und wir glauben, dass sich das Rottlerin, das in der Untersuchung des Biochem. J. benutzt wurde, auf LC Labs zurückverfolgen lässt. Die ursprüngliche inhibitorische Aktivität von Rottlerin für PKCδ könnte also auf eine Verunreinigung zurückzuführen sein, die in der späteren Untersuchung nicht vorhanden war.
Es gibt mittlerweile viele veröffentlichte Untersuchungen, die die Effekte von Rottlerin für Schlussfolgerungen über die zellulären Funktionen von PKCδ heranziehen. Diese Schlussfolgerungen scheinen nun falsch zu sein. Wir würden uns über jegliche Information von Seiten unserer Leser freuen, die mehr Licht auf dieses Thema werfen kann, so dass wir andere Forscher über die tatsächlichen biologischen Eigenschaften von Rottlerin informieren können.
In der Vergangenheit haben wir Rottlerin aus Rohmaterial gereinigt, das wir von einer Quelle in Europa bezogen haben, aber diese Quelle verkauft kein Rohmaterial mehr. Da es sehr fragwürdig ist, ob Rottlerin als Kinase-Inhibitor nützlich ist, haben wir beschlossen, nicht nach anderen Quellen für das Rohmaterial zu suchen. Deshalb haben wir den Verkauf von Rottlerin jetzt völlig eingestellt..
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